Genital und Gesäß

Gesäßvergrößerung

Die Gesäßvergrößerung ist eine ästhetische Operation, bei der zwischen zwei Schichten der Gesäßmuskeln besondere Silikonprothesen eingesetzt werden. Mit dieser Operation wird die Größe und Proportion zum Körper verändert. Mit der Gesäßvergrößerung wird der Körper strukturiert und wirkt proportional. Der Schnitt befindet sich zwischen den beiden Glutealpolen mit einer Länge von ca. 5 cm.

Alternativ gibt es die Gesäßvergrößerung mit Unterspritzung von Macrolane (Hyaluronsäure). Die Behandlung mit Macrolane eignet sich jedoch weniger gut für Patienten mit ausgeprägt schlaffer Haut oder einer Ptosis des Glutealbereiches.

Klinikaufenthalt: ambulant oder 1 Tag in der Klinik
Arbeitsfähigkeit: in der Regel nach 2 – 4 Wochen
Sportfähigkeit: in der Regel nach 6 – 8 Wochen
Anästhesieform: bevorzugt Vollnarkose

Macrolane: ambulant, in Lokalanästhesie, Arbeitsfähigkeit nach einer Woche

Schamlippenverkleinerung/-vergrößerung

Es gibt große und kleine Schamlippen. Im Idealfall werden die kleinen von den großen Schamlippen bedeckt. Bei zu großen inneren Schamlippen stehen diese deutlich hervor und hängen nach unten. Die überschüssige Haut der kleinen Schamlippen wird exakt entfernt und die Wunde mit einer Naht vernäht.

Es gibt ebenso Fälle, in denen die großen Schamlippen die kleinen nicht vollständig bedecken. Dieses Problem lässt sich durch Unterspritzung mit Eigenfett beheben.

Klinikaufenthalt: in der Regel ambulant
Arbeitsfähigkeit: in der Regel nach 1 Woche
Sportfähigkeit: in der Regel nach 6 Wochen
Anästhesieform: Lokalbetäubung, bei Bedarf Vollnarkose

Penisvergrößerung/-verdickung

Der Penis ist ein primäres Geschlechtsorgan und ist für viele Patienten viel wichtiger als zum Beispiel eine große Nase oder ausgeprägt hängende Augenlider. Die Penisvergrößerung kann man mit örtlicher Betäubung und ambulant durchführen.

Bei dieser Operation werden die vorderen Haltebänder des Penis durchtrennt und mit einer speziellen Nahttechnik wieder vernäht. Damit wird eine Verlängerung um bis zu 2-4 cm erreicht. Am Organ Penis selbst wird nicht operiert. Eine Verdickung des Penis erreicht man mit Unterspritzung von eigenem Fettgewebe.

Klinikaufenthalt: ambulant, bis zu 1 Tag in der Klinik
Arbeitsfähigkeit: in der Regel nach 1 – 2 Wochen
Sportfähigkeit: in der Regel nach 6 Wochen
Anästhesieform: Lokalbetäubung, bei Bedarf Vollnarkose

Unterspritzung des “G-Punkt”

Im Bereich der G-Zone liegt die Prostata feminina, deren Drüsengewebe bei sexueller Stimulation Sekrete produziert und in der Folge zur weiblichen Ejakulation führen kann, einem mehrschübigen pulsierenden Ausstoß. Für den Orgasmus spielt bei Frauen die Stimulation vor allem der Klitoris (auch „C-Punkt“) eine wesentliche Rolle. Stimulation weiterer erogener Zonen, wie dem G-Punkt, dem A-Punkt, der für die englische Bezeichnung „Anterior Fornix Erogenous Zone“ steht und stellt einen Bereich in der Vagina der Frau dar, der angeblich auf Stimulation extrem empfindlich reagiert, oder dem Gewebe um die weibliche Harnröhrenmündung („U-Punkt“) dienen bei ihnen in erster Linie dem zusätzlichen Lustgewinn.

Durch die Unterspritzung wölbt sich der G-Punkt weiter in die Scheide vor und kann so intensiver stimuliert werden. Die Bezeichnung „G-Punkt“ geht auf den Berliner Arzt Gräfenberg zurück.

Klinikaufenthalt: ambulant
Arbeitsfähigkeit: in der Regel nach einer Woche
Sportfähigkeit: in der Regel nach 2 Wochen
Anästhesieform: bevorzugt Vollnarkose

Vaginaverengung

Die Vagina der Frau ist ein ca. 8 – 10 cm  langer und sehr elastischer Muskelschlauch. Durch verschiedene Einflussfaktoren kann es im Laufe des Lebens jedoch zu einer Erschlaffung der Vagina kommen. Zum einen ist dies ein natürlicher Vorgang, der bei jeder Frau mit zunehmendem Alter in mehr oder weniger starkem Maße auftritt. Zum anderen wird die Vagina bei einer Geburt außerordentlich stark gedehnt, wodurch der Prozess immens verstärkt wird. Es kommt zu einer Weitung der Vagina und einer zunehmenden Erschlaffung der Muskulatur, was häufig zu einem verringerten Empfindungsvermögen beim Geschlechtsverkehr führt. Bei der Operation entfernt der Chirurg über die gesamte Länge der Vagina überschüssiges Gewebe, sodass der Durchmesser der Scheide gleichmäßig verringert wird. Die Schnitte werden anschließend mit selbstauflösenden Fäden genäht, sodass kein weiterer Eingriff notwendig ist.

Eine weitere jedoch deutlich seltener eingesetzte Methode ist eine Eigenfettunterspritzung oder Unterspritzung mit Hyaluronsäure, z. B. Macrolane. Hier wird Fettgewebe bzw. Hyaluronsäure in das Gewebe der Vagina eingespritzt, um auf diesem Wege eine künstliche Verengung zu bewirken. Das Verfahren ist risikoärmer als die konventionelle Operationsmethode, hat jedoch den Nachteil, dass mehrere Sitzungen erforderlich sind, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Klinikaufenthalt: ambulant oder 1 Tag stationär
Arbeitsfähigkeit: in der Regel nach 3 – 4 Wochen
Sportfähigkeit: in der Regel nach 4 – 6 Wochen
Anästhesieform: Lokalbetäubung, bei Bedarf Vollnarkose

Entjungfern/Wiederherstellung von Jungfernhäutchen

Das Hymen oder auch Jungfernhäutchen ist eine dünne, elastische Membran, die den Scheideneingang teilweise verschließt. Manchmal ist das Hymen so stabil, dass eine chirurgische Öffnung notwendig ist, um schmerzfreien Geschlechtsverkehr zu ermöglichen. Die Operation unter lokaler Betäubung dauert ca. 20 Minuten.

Aus religiösen Gründen besteht häufig der Wunsch, wieder als Jungfrau in die Hochzeitsnacht zu gehen. Eine Wiederherstellung des Jungfernhäutchens ist mit verschiedenen chirurgischen Maßnahmen möglich. Bei diesen Operationen werden die eingerissenen Teile des Jungfernhäutchens rekonstruiert. Die Operation findet meistens in einer Kurzzeitnarkose statt.